Magdalene Paul
Auf den ersten Blick hält die Stadt Frankfurt am Main wenig religiöse Ankerpunkte bereit. Doch die Stadt ist mehr als die Europäische Zentralbank und Häuserschluchten: Frankfurt ist eine interreligiöse und interkulturelle Stadt. Es gibt mehr als 160 Gemeinden aller Weltreligionen. Dies macht sie zu einem interessanten Ort für den Austausch von Impulsen bei „Sternenklar – Du baust die Zukunft!“. Äußerlich scheinen christliche Elemente weniger spürbar zu sein, inmitten der Stadt prägen jedoch der Kaiserdom, Moscheen und die Synagoge im Westend das Stadtbild: So gibt es beispielsweise einen „Rat der Religionen“, der den Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften fördert. Wie in der Kolpingjugend auch,
steht der Mensch im Mittelpunkt: seine Persönlichkeit, seine Beziehung zu den Mitmenschen und zu Gott. Um dies gemeinsam zu leben, werden Respekt und Anerkennung gegenüber anderen Glaubensgemeinschaften vorausgesetzt. Die Liebfrauenkirche steht mitten in der Stadt. In dem Kapuzinerkonvent leben die Mönche und sind durch ihren „Franziskustreff“ in der ganzen Stadt bekannt. Obdachlose und andere Bedürftige erhalten dort ein Frühstück und soziale Unterstützung und Beratung. Im Innenhof der Kirche bleibt die hektische Innenstadt draußen. Mit Sitzbänken ringsum lädt der Innenhof zum Ausruhen und Verweilen ein. Eine kleine Oase der Stille inmitten einer bewegten Stadt. Mit dem spirituellen Angebot bei „Sternenklar – Du baust die Zukunft!“ wollen wir mit jungen Frauen und Männern aus unterschiedlichen Religionen ins Gespräch kommen. Treffpunkt für junge Menschen aus Frankfurt ist häufig der Roßmarkt, unsere Hauptlocation für den Samstag. Mit unserem „klargesagt“ wollen wir zum Thema Glaube „Laudato si. Klarheit schaffen“ mit jungen Frauen und Männern aus anderen Religionen über Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung ins Gespräch kommen. So findet ein Austausch
von Meinungen statt, inmitten einer lebendigen und modernen Großstadt. 


Manuel Hörmeyer
Mit „Sternenklar – Du baust die Zukunft!“ steht ein verbandliches Großereignis der Kolpingjugend ins Haus. Ich habe selber 2009 „wegweisend“ und 2015 den Kolpingtag im Kolpingwerk erlebt. Zusätzlich war ich 2008 beim Weltjugendtag in Sydney dabei. Eines haben diese Großereignisse alle gemeinsam: unvergessliche Momente! Dieses Gemeinschaftsgefühl, das automatisch entsteht, und die Freundschaften, die man schließt, bleiben immer in Erinnerung. Ich freue mich daher auf Sternenklar, weil es wieder einer dieser Momente ist, in denen man Verband nochmal von einer Seite erlebt, die nicht alltäglich ist. Inhaltlich diskutieren, nach außen Zeichen setzen und gemeinsam feiern – jeder im Kolpingwerk sollte das einmal miterlebt haben. Deshalb kann ich allen nur raten, sich anzumelden und gemeinsam auf den Weg nach Frankfurt zu machen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die vielen Begegnungen und bin überzeugt davon, dass jeder unvergessliche Momente mitnehmen wird. Wir sehen uns!